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Trainerinterview mit Andreas Welz

Wie heißt du (Vorname und Name)?
Andreas Welz
Wann bist du geboren (Geburtsdatum)?
18. Juli 1962
Hast du Kinder?
Nein
Wo wohnst du?
In Bochum und Siegen
Was machst du beruflich?
Postbeamter
Wie bist Du zum Karate gekommen?
Über einen Klassenkamerad
In welchem Jahr war Dein erstes Training?
1977
Wo hast Du mit Deinem Karate-Training angefangen?
Karate Dojo Bochum, bei Uli Druba
Hast Du eigene Trainer, die Dich und Dein Karate geprägt haben?
Bei Uli Druba habe ich die Grundlagen des Shotokan Karate erlernt; mit Bernd Milner und Franz Bork hatte Karate Dojo Bochum zwei sich ergänzende Top-Trainer; Bernd war damals eher Trainer der Wettkampfsportler, Franz hat mich in der Persönlichkeitsentwicklung stärker beeinflusst;
Wie kamst Du zum Karate Dojo Bochum; seit wann bist Du Mitglied?
Siehe oben
Worin bestand für Dich am Anfang der Reiz, Karate zu trainieren? Ich wollte mich in der Schule gegenüber stärkeren Mitschülern körperlich behaupten.
Wie war das Training, als Du mit dem Karate angefangen hast?
Schweißtreibend. Damals gab es noch kein Kinder- oder Jugendtraining. Karate war wegen Bruce Lee in. Wir haben zusammen mit den Erwachsenen 3 x die Woche geübt. Manchmal auch Sonntag. In der kleinen Gymnastikhalle an der Friederikaschule waren ca. 30 Leute. Nach einigen Monaten und mit bestandenem Gelbgurt mussten wir in der Sporthalle bei den Fortgeschrittenen mittrainieren. Es waren so viele Teilnehmer, dass in 4 Reihen trainiert wurde. Um nur die Motiviertesten zu behalten, wurden zum Warmwerden mindestens 100 Tsukis jeweils rechts und links geschlagen, danach mindestens 100 Mae-Geri jeweils rechts / links qetreten. Nach 3-4 Wochen waren von den 30 Neuen nur noch 10 übrig und es wurden auch andere Techniken sowie Kata und Kumite geübt. Nach einem halben Jahr kamen dann wieder 30 Leute und alles begann von vorn.

Das Karate war 1977 noch vom Shobu-Ippon-System geprägt, dass heißt, mit einer Technik sollte ein potentieller Gegner ausgeschaltet werden. Dadurch war Karate viel statischer als heute.

Was motiviert dich nach jahrelangem Karate, auch heute noch regelmäßig zu trainieren?
Die Frage verstehe ich nicht.
Wie glaubst Du, wird sich das Karate der Zukunft entwickeln?
„Das Karate“ gibt es nicht. Karate ist sehr vielfältig. Zum einen gibt es verschiedene Stilrichtungen, andererseits üben Menschen aus unterschiedlichen Intentionen. Einige möchten sich im Wettkampf messen (wobei es hier auch verschiedene Systeme gibt Voll-, Halb- und ohne Kontakt oder auch Kata versus Kumite). Andere wollen sich selbst behaupten oder verteidigen, wieder andere wollen etwas für ihre Gesundheit tun. Alle Gründe warum sich jemand für Karate entscheidet, können hier nicht genannt werden. Gerade weil es so viele unterschiedliche Gründe gibt, wird es entsprechend viel verschiedenes Karate geben.
Haben einige der heutigen Trainer als Schüler bei Dir angefangen?
Nein.
Wann hast Du Dein erstes Training gegeben?
Als Blaugurt, ich glaube so um 1985.
Welche Karateka-Gruppen trainierst Du (Kinder, Jugendliche, Eltern, Ältere, Karateka mit Behinderungen)?
Früher habe ich Erwachsene trainiert, im Moment trainiere ich eine Jugendgruppe.
Gibt es im Karate etwas, was Du am liebsten machst (z.B. Kata, Wettkampf)?
Aus dem Wettkampfalter bin ich schon lange heraus 😉
Natürlich möchte Mann sich manchmal noch körperlich messen.
Kata finde ich interessanter.
Um ein ausgewogenes Karate zu betreiben, sollten Kihon (Grundschule) – Kata – Kumite (Kampf) ausgewogen geübt werden.
Gab es Wettkampferfolge?
Ich bin bei etwa 10 Turnieren gestartet.
Als Jugendlicher Blaugurt hatte ich die Stadtmeisterschaft in Kata gewonnen.
Beim Ruhrpokal (ein Turnier, dass KDB ausgerichtet hat) stand ich im Katafinale.
Wettkämpfe sind aber nicht mein Ding.
Welche Sportarten machst Du noch?
Ab und zu fahre ich Fahrrad oder skate.
Trainiert noch jemand in Deiner Familie Karate?
Meine Schwester Sonja hat in die Karatefamilie Edsen eingeheiratet.
Mein Schwager Olaf und Brüder leiten den dort den Kaiten Hamm.
Fotos von früher und jetzt/aktuell…

2010 erhielt ich auf der KDNW-Mitgliederversammlung die Ehrenmedaille für besondere Verdienste in Gold. Rechts neben mir Herr Heckhuis, Präsident des KDNW.
2010 hatte der KDB auch sein 50-jähriges Bestehen.

siehe auch...

Trainerinterview mit Jutta Sedlaczek